DNA Analyse
Im Jahre 1985 entwickelten Forscher die Möglichkeit, einen genetischen Fingerabdruck erstellen zu können.
Klassischerweise nimmt man bei einem Straftäter die Fingerabdrücke mit Hilfe eines schwarzen Puders. Was aber ist, wenn man keine Fingerabdrücke am Tatort findet und lediglich eine – beispielsweise bei einer sexuellen Straftat – Spur von Sperma findet? Genau hierfür wird die Technik des genetischen Fingerabdrucks genutzt. Der genetische Fingerabdruck entsteht durch die DNA Analyse in entsprechenden Labors und kann dann mit der DNA Probe des Täters verglichen werden. Stimmen die DNA Daten mit denen des Täters überein, hat man diesen im Grunde überführt. Wie auch bei einem normalen Fingerabdruck, hat jeder Mensch eine eigene DNA, die es so in der Form nicht noch einmal gibt. Lediglich bestehen, sofern man miteinander verwandt ist, Ähnlichkeiten in der DNA. Aufgrund eben dieser Tatsache kann man auch einen Vaterschaftstest per DNA Analyse durchführen.
DNA Analyse beim Vaterschaftstest
Nachdem man die Möglichkeiten der DNA Analyse entdeckt hatte, lies man diese zum ersten Mal im Jahre 1988 zum Zwecke der Täterüberprüfung im Strafrecht zu. Egal, ob Haare, Speichelproben, Spermaproben, Hautpartikel-Proben oder Ähnliches, aus allen Materialien bzw. Proben kann eine entsprechende DNA Analyse stattfinden. Vereinfacht dargestellt: Jeder Mensch besitzt seine eigene DNA. Bei einer DNA Analyse werden eben gerade diese DNA "auseinandergenommen" und die Inhalte der X- und Y-Chromosoms überprüft. Frauen haben kein Y-Chromosom, sondern lediglich die Kombination XX. Die Männer haben die XY-Chromosoms-Kette. Wird ein kleines Mädchen geboren, hat es automatisch ein Chromosom der Mutter (X) sowie ein Chromosom des Vaters (X), so dass die XX-Kombination entsteht. Bei einem kleinen Jungen wird infolge dieser Tatsache das Chromosom X von der Mutter vererbt und das Chromosom Y vom Vater, so dass hier die Kombination XY entsteht. Die Inhalte der Chromosomen sind gleich, so dass die Gene schnell geprüft und verglichen werden können. Ein Kind hat somit immer ein Gen des Vaters in sich. Stimmt dieses Gen mit dem des Vaters nicht überein, ist eine Vaterschaft ausgeschlossen.